Fablab (Fabrikationslabor) wird zum Drucklabor.
Einige Drucktechniken haben wir im Bremer Fablab schon ausprobiert: z.B. das Gravieren von Kunststoffplatten mit dem CO2 Laser, das würde industriell als Tiefdruck benannt werden, im künstlerischen als Radierung. LINK

Oder wir haben Siebdruck mit Folien vom Risographen belichtet und von Hand auf Papier oder Stofftaschen gedruckt. LINK

Neu ist der Thermodruck mit einem Thermodrucker, der ebenfalls Risofolien „brennt“ und die verstärkt durch Gewebeklebeband mit einer Schaumstoffrolle oder unter ein Siebdruckrahmen geklebt mit einem Rakel gedruckt werden. Die Ausrüstung ist klein und mobil.

Direkt mit einem Laser (hier mit einem 30 Watt CO2 Laser) die Siebemulsion „herausbrennen“ funktioniert nur, weil das Sieb aus Metall besteht und der Laser kein Metall schneiden kann.
LINK Neuerdings gibt es auch Polyestersiebe, die hohe Temperaturen aushalten können.

Zur Zeit schneiden wir aus Lasergummi Schriften aus, die unter einer Magnetfolie geklebt als Buchdruck (Letterset) genutzt werden sollen: Die Presse (z.B. die einfache Laminierpresse) hat eine Platte aus Stahl, worauf die Magnetfolie haftet und die Buchstaben dem Druck, bzw. dem Verschieben widerstehen. Auf dem Foto noch die Version mit Flächen, mit der Schere ausgeschnitten. LINK

Al(u)graphie, eine Technik mit Offsetdruckplatten, kann mit Folien und UV-Licht erstellt werden, wir experimentieren mit dem digitalen Belichten der Platten mit einem 3D Resin Drucker. Das Drucken ähnelt der Lithografie mit Kalksandsteinen, ist nur viel einfacher. Und noch eher ähnelt es dem Offsetdruck, aber von Hand. Und während große Druckmaschinen 18000 Drucke die Stunde drucken können, sind es hierbei eher 30. Noch haben wir Probleme, mit der Software UV-Tools unsere gerasterten PNG-Bilder als Ebene in die Druckdatei einzufügen.
Normale Vektordateien funktionieren schon gut. Der 3D Drucker hat das Format 192 x 120 mm.
Auch kann der Resin 3D Drucker Hochdruckformen drucken. Das wird im Fablab Bremen aber nicht praktiziert.