Bahnfahrt mit dem Fahrradanhänger

Der Workshop am „Tag der Druckkunst“ konnte nicht allein mit den vorhandenen Maschinen und Mitteln des Bremer Fablab veranstaltet werden. Darum brachte ein Mitglied aus Oldenburg mit einem Fahrradanhänger die fehlenden Geräte mit.

Angehängt an einem E-Bike geht die Fahrt zum Oldenburger Bahnhof los. Die Steigung auf der Amalienbrücke ist kein Problem, das Gewicht der kleinen Druckpresse ist nur knapp 8 kg,
der Rest wird auch nicht sehr viel wiegen. Das Klappern des Anhängers wurde durch Aufkleben
einer Schaumstoffschicht zwischen Rahmen und Holzaufbau so reduziert, das ein Blick in den Rückspiegel davon überzeugen musste, „er ist noch da!“.

Die Bahnhöfe in Oldenburg und Bremen haben Fahrstühle, um auf die Bahnsteige zu kommen.
Der Fahrradanhänger ist 87 cm breit und mit Hochdeichsel ca. 150 cm lang. Da die Türen der Aufzüge ca. 90 cm breit sein sollen, waren lässige 1,5 cm auf beiden Seiten übrig – da war die Recherche im Internet doch beruhigend – z.B.: Breite der Aufzugstür 100 cm, Breite der Aufzugskabine 93 cm.

Laut Beförderungsrichtlinien der Nordwestbahn muss mensch den Anhänger „zusammenklappen“ und kann dann kostenlos mitgenommen werden. So wurde die Hochdeichsel abgenommen und auf den Anhänger festgeklemmt. Ein Ständer und die Begleitperson sicherten ihn im „Mehrzweckbereich“ oder in speziellen mit einem Fahrrad gekennzeichneten Bereich ab. Bei der Fahrkartenkontrolle war der Anhängertransport kein Gesprächsthema, alles in Ordnung…

Der Ein- und Ausstieg war mit den niedrigen Zugabteilzugängen überhaupt kein Problem,
da mögen andere Nahverkehrszüge mehr Stufen haben. Auf den Feierabendverkehr wurde Rücksicht genommen und nicht zu sogenannten Stoßzeiten gefahren.

Um Probleme bei dem Transport der „Mobilen Druckerei“ vorzubeugen, stand sie schon eine Woche vorher im Fablab. Die zwei großen Fahrstühle machen das Bremer Fablab „barrierefrei“, zumindest den Zugang bis zu den Räumen. Durch die Doppeltüren kam der Anhänger ohne die zweite Flügeltür aufmachen zu müssen.

Der „Parkplatz “ für den Anhänger war schnell gefunden: unter einem großen Tisch,
der etwas erhöht werden musste. Ein Maker half mit passenden 3D gedruckten Teilen.
Dem Anhänger fehlen die Schutzbleche und eine Bremse wäre auch angesagt. Licht ist durch zwei Akkurücklichter vorhanden. Das sind angedachte Projekte fürs Fablab (der Anhänger ist günstig gebraucht gekauft wurden).
Die Fotos zum „Tag der Druckkunst folgen in einem anderen Beitrag…